Archiv 2010

29. Dezember 2010, Schulreferat Duisburg / Niederrhein hat ein neues, eigenes Logo

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Saskia Witschke, Schülerin im zweiten Ausbildungsjahr zur Gestaltungstechnischen Assistentin des Berufskollegs für Technik Moers, hat das neue Logo in einem Unterrichtsprojekt für uns entworfen. Wir sind begeistert und danken ihr sehr herzlich.


 

11. November 2010, Eröffnungsfeier des Ev. Schulreferates Duisburg / Niederrhein

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Schulreferentin Pfrn. Barbara Melnik und Schulreferent Pfr. Jan Christofzik bei der Eröffnungsfeier
Lehrer dabei unterstützen, die Heranwachsenden gut zu fördern
120 Besucher bei Eröffnung des Ev. Schulreferates Region Duisburg/Niederrhein

„Schülerinnen und Schüler haben ein Recht glücklich zu sein und ein Recht auf bestmögliche Förderung. Normen und Werte müssen ihnen vermittelt werden. Das ist eine Aufgabe der Religionslehrerinnen und –lehrer. Und dabei unterstützen wir sie.“ Kürzer als Pfarrerin Barbara Melnik hätte man die Notwendigkeit und Bedeutung des neu gegründeten Evangelischen Schulreferates Duisburg/Niederrhein nicht fassen können. Gemeinsam mit Pfarrer Jan Christofzik ist sie hauptamtliche Mitarbeiterin im neuen Referat.
Mehr als 120 Besucherinnen und Besucher waren zur offiziellen Eröffnung am 10. November in die Kamp-Lintforter Ebertstr. 57, gekommen. Darunter viele Lehrerinnen und Lehrer, die Superintendenten aus den Ev. Kirchenkreisen Dinslaken, Duisburg, Kleve, Moers und Wesel, die das Schulreferat gemeinsam tragen. Außerdem Gäste aus der Politik und von der Evangelischen Landeskirche im Rheinland sowie Vertreter der Ev. Kirchengemeinde Lintfort. Ebenfalls zur Eröffnung gekommen waren zudem drei Schülerinnen des Berufskollegs für Technik, die gemeinsam mit Mitschülern, Entwürfe für ein Logo des Schulreferates hergestellt haben und sie präsentierten. Die Entscheidung, welches Logo künftig das Referat repräsentiert, wird demnächst getroffen.
In seiner Eröffnungsrede wies Dieter Schütte, Superintendent des Kirchenkreises Wesel, auf die Geschichte des Schulreferates hin. Bislang hatte es drei Referate in den fünf Kirchenkreisen gegeben. Deren Stärken habe man gebündelt, gleichzeitig konnten so aber auch Einsparungen vollzogen werden. Diese waren angesichts rückgehender Kirchensteuern notwendig. Der Standort Kamp-Lintfort, erklärte Schütte, war besonders geeignet, da er von den Lehrerinnen und Lehrern in den Regionen gut erreichbar sei.
Grußworte sprachen Martin Duscha, Superintendent des Kirchenkreises Dinslaken, Dr. Christoph Müllmann, Erster Beigeordneter der Stadt Kamp-Lintfort, Schulrätin Monika Müller vom Schulamt Duisburg, Doris Kamphausen, Moderatorin für den Primarbereich, sowie Kirchenrat Pfarrer Rainer Pauschert aus der Abteilung Erziehung und Bildung der Landeskirche. Er wies darauf hin, dass es im Schulreferat nicht nur um die Unterstützung von Lehrkräften, Kirchengemeinden, Schulen etc. gehe, sondern auch darum, neue Entwicklungen in der Pädagogik zu erkennen und sie zu begleiten.
Anschließend stellte Botho Priebe, Direktor a.D. des Institutes für Schulische Fortbildung und Schulpsychologische Beratung (IFB) des Landes Rheinland- Pfalz, in einem Vortrag die Frage nach Gewinn und Risiko von Bildungsreformen. Internationale Untersuchungen, etwa die Pisastudie, habe dem deutschen Selbstverständnis, ein gutes und gerechtes Bildungssystem zu unterhalten, einen ernüchternden Spiegel vorgehalten. In einem reichen Land wie Deutschland hängt nach solchen Studien der schulische Erfolg von der sozialen Herkunft ab. Und Menschen mit Migrationshintergrund haben ebenfalls nicht gleiche Chancen. In manchen Schulen habe man längst resigniert, das dürfe nicht sein. Schülerinnen und Schüler müssten die Chance haben, glückliche und verantwortungsvolle Menschen zu werden und ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Eine reine Wissensvermittlung reiche dazu nicht aus.
Es gebe zurzeit eine Tendenz, Lehrfähigkeit und Vermittlung von Unterrichtsstoff zu bewerten, ohne tragfähige Hilfen anzubieten, die nötigen Reformen mit dem Ziel der Teilhabe aller jungen Menschen am gesellschaftlichen Leben umzusetzen. Wichtig aber sei es, Lehrerinnen und Lehrer dabei zu unterstützen, sie zu beraten und durch konstruktive Kritik zu stärken. Eine Diskussion schloss sich an, die auch später noch am festlichen Buffet fortgesetzt wurde.

Das Evangelische Schulreferat Duisburg/Niederrhein wird getragen von den Ev. Kirchenkreisen Dinslaken, Duisburg, Kleve, Moers und Wesel. Zu seinen Aufgaben gehört es, Lehrkräfte, die mit der Evangelischen Religionslehre betraut sind, in fachlichen Fragen zu unterstützen und weiterzubilden. Zudem stellt das Schulreferat Medien zur Verfügung: Neben Büchern aus der umfangreichen Bibliothek auch Anschauungsmaterial wie einen Arbeitskoffer mit Kulturgegenständen aus dem jüdischen Festkreis, Medienpakete zum Islam, zum Thema Engel, zum Apostel Paulus etc. Darüber hinaus entwickelt es praxisorientierte Unterrichtsmaterialien. Schließlich fördert es die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kirchengemeinden.

Egbert Schäffer, Pressereferat Kirchenkreis Moers

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Superintendent Pfr. Dieter Schütte begrüßt die Gäste
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Referent Botho Priebe
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Pfrn. Barbara Melnik und Superintendent Dieter Schütte im Gespräch
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Lehrkräfte bei der Anmeldung
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Barbara Melnik und Dorothea Störmer am Buffet
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Die ehemalige Schulreferenten Pfr. Harald Bredt und Pfr. Dr. Guy Rammenzweig in der Mediothek
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Ein Teil der Mediothek
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Der Flur des Schulreferates
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Anmeldung