Gruß zu den Osterferien

Liebe Kolleg*innen,

Sünd ist vergeben, Halleluja. Jesus bringt Leben, Halleluja“ aus dem Lied “Er ist erstanden“

In diesen Tagen beginnt die Karwoche, eine Zeit der Besinnung, der Erkenntnis, der manchmal sehr bitteren Wahrheiten über mich, über die Welt. Meine Fragen an Gott, meine Sprachlosigkeit, manchmal auch mein Unverständnis über Gott und das, was geschieht: viele Fragen, kaum Antworten, so scheint es.

Am Donnerstag feiern wir Gründonnerstag: als Erinnerung an das gemeinsame Abendmahl mit der Zusage, dass durch Jesus unsere Sünden vergeben sind und der Tod keine Macht über uns hat.

Und da, im Garten Gethsemane, da waren die Jünger eigentlich auch bereit, alles richtig zu machen: mit Jesus zu wachen. Ihn nicht zu verleugnen. Best friends forever.

Und dann: aus dem „wachet und betet“ wird ein menschliches Versagen: die Jünger schlafen ein. Bei der Verhaftung flüchten sie. Petrus verleugnet Jesus. Sie verstecken sich. Sie erkenne sich selber nicht mehr wieder. Es ist schier unerträglich. Nichts wird wieder so sein wie vorher.

Dann erzählen immer mehr Menschen, dass Jesus auferstanden sei. Und die Jünger erleben, dass es keinen toten Punkt gab. Denn der Weg ging ja weiter, aber anders.

Und vielleicht ist es gar nicht so widersinnig, dass gerade in dieser Zeit der Angst und der Bedrohung die Karwoche und Ostern gefeiert werden. Denn in diesen Zeiten rufen wir uns gegenseitig dazu auf, uns zu besinnen, unser Versagen und unsere Schuld anzusehen, auf Vergebung zu vertrauen und miteinander zu erfahren: Jesus lebt. Der Tod hat keine Macht über uns. Gottes Liebe bringt Leben.

An Sie alle gehen unsere Gedanken, an Gott unsere Gebete - in Glaube, Hoffnung und Liebe.

Wir wissen, dass Sie seit den Schulschließungen in Ihrer Arbeit als Lehrerinnen und Lehrer viel zusätzlich, unter auch persönlichem Einsatz und mit hoher Flexibilität geleistet haben. Wir haben von einigen auch erfahren, wie es ist, auch noch zusätzlich für eigene Kinder, Familie und Freunde zu sorgen. Davor haben wir große Hochachtung.

Wir werden dieses Jahr andere Osterferien als sonst haben, in der Karwoche und zu Ostern keine Gottesdienste wie gewohnt feiern können. Wir wissen nicht, wann es wieder Normalität geben wird - und wenn, wird es eine andere Normalität sein als vorher. Auch daran werden wir uns wieder gewöhnen müssen - dann, wenn es soweit ist.

Wir werden unsere Homepage auch in den Ferien immer wieder aktualisieren und weiterhin nach unseren Kräften für Seelsorge und Beratung zur Verfügung stehen. Bitte schreiben Sie uns dazu an Jan.Christofzik@kirche-duisburg-niederrhein.de oder Hanna.Sauter-Diesing@kirche-duisburg-niederrhein.de (hier auch telefonisches Kurzcoaching möglich).

Neu auf unserer Homepage ist auch die Seite „Lernen in Krisenzeiten“. Dort finden Sie Materialien und Hinweise nicht nur für den Unterricht. Auch diese Seite wird immer wieder aktualisiert, besonders aus den rheinischen Schulreferaten kommen immer wieder aktuelle Beiträge. Hier finden Sie aktuelle Vorschläge: einen Gruß, den Sie an Ihre Schülerinnen und Schüler und/oder deren Familien zu den Osterferien versenden können. Alles das können Sie so verändern, wie Sie es für richtig halten. Schauen Sie doch bitte immer mal wieder auf unsere Seiten und bleiben Sie auf aktuellem Stand.

Und sollten die politischen Entscheidungen so sein, dass unsere Schulen auch nach den Ferien geschlossen bleiben, möchten wir dann an jedem Mittwoch von 11-12.30 Uhr ein offenes Café des Schulreferats über Video anbieten: zum Austauschen, Vernetzen, Ermutigen. Der erste Termin wäre dann Mittwoch, der 22. April. Wenn Sie gerne dabei sein möchten, schreiben Sie bitte eine Email bis 18 Uhr am Abend vorher an Jan.Christofzik@kirche-duisburg-niederrhein.de oder Hanna.Sauter-Diesing@kirche-duisburg-niederrhein.de. Wir senden Ihnen dann den Link zu. Wir freuen uns. Die ersten Versuche waren schon sehr anregend.

Wir denken momentan mit den Moderatorinnen und einigen anderen darüber nach, was in den ersten regulären Schulstunden nach Schulöffnungen für den Religionsunterricht oder auch als Klassenlehrer*in wichtig sein kann. Wir alle haben diese Zeit der Einschränkungen, oft auch begleitet von existentiellen Grunderfahrungen, unterschiedlich erlebt. Hier mit den Schülerinnen und Schülern wieder in einen guten Kontakt zu kommen, Raum zu geben und sich auszutauschen, um wieder in eine gewisse Normalität kommen zu können wird eine wichtige Aufgabe sein. Dazu wollen wir Ihnen Hilfestellungen anbieten.

Sie erfahren über diese Homepage dann mehr.

Gesegnete Feiertage wünscht Ihnen
Für das Team des Schulreferats
Hanna Sauter-Diesing

Foto: H.Sauter-Diesing