Monatsgruß im Juni

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Tage sind länger geworden. Sonne und Wärme am zurückliegenden Wochenende trugen das ihre dazu bei, um das Wohlbefinden zu steigern. Die „Darf ich das?“ APP sagt aktuell, der Inzidenzwert liegt gerade bei 46,4. Ich freue mich sehr über ein klein wenig Entspannung in dieser Lage.

Dann hörte ich gestern noch aus einer 5. Klasse, wie ungebrochen froh die Kinder wieder waren, in der Schule zu sein, ihre Lehrer*innen und die anderen zu sehen, mit ihnen zu lachen und endlich nicht mehr alle Aufgaben alleine lösen zu müssen. Ein Teil der Schüler einer 10. Klasse hatte wohl direkt die Chance genutzt, den online gestellten Stundenplan falsch zu verstehen und sich schnell vor dem Religionsunterricht aus dem Staub gemacht. Manches ist dann doch noch so wie vor Pandemiezeiten geblieben. Die Sorge, ob es so gut bis zu den Sommerferien weitergehen wird, vertiefe ich im Moment mal nicht.

Das Lied, „Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt“ habe ich in den vergangenen Wochen häufig für mich als Mutmacher gehört. Die Mandelblüte ist früher im Jahr zu erleben, aber das Frühjahr hier bei uns hat seinen Beitrag dazu geleistet, mich das Leben immer neu spüren zu lassen. Kurioserweise hat sich eingestellt, dass ich den Anfang des Liedes anders weiterdenke, nämlich „Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt, ist das nicht ein Fingerzeig, dass das Leben bleibt.“

Das Leben ist zerbrechlich. Einige haben das in nächster Nähe in den vergangenen Monaten erlebt, aber das Leben wird siegen. Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt, ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt? Dass das Leben nicht verging, so viel Blut auch schreit, achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit. Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht. Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht. Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt, bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt. (Schalom Ben-Chorin)

Und in wenigen Wochen singen wir - vielleicht sogar zusammen – wieder das Lied von Paul Gerhardt, „Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit …“.

Seien Sie behütet -

Gott befohlen

Für das Team des Schulreferates

Ihr

Jan Christofzik

Mein besonderer Dank gilt den Musiker*innen: K. Kadereit-Weschta, Oboe, P. Weschta, Gesang und am Piano Pop-Kantor D. Drückes, die in der ‚Kirche am See‘ der Evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis in Duisburg-Wedau das Lied aufgenommen haben.