Monatsgruß im Oktober

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dankbar schaue ich auf die ersten Wochen des neuen Schuljahres zurück. Es gab wieder dienstliche wie private Begegnungen jenseits des Computers. Ich durfte Sie wieder in Schulen besuchen, präsentische Fortbildungen konnten stattfinden.

Große Freude hat mir die Teilnahme bei einigen unterrichtspraktischen Prüfungen in Religion bereitet. Es war sehr spannend zu erleben wie Ihre zukünftigen Kolleginnen und Kollegen inhaltlich und methodisch den Religionsunterricht ausgefüllt und mit Leidenschaft unterrichtet haben. Die Schülerinnen und Schüler waren sehr wach, aufmerksam und interessiert dabei. Sichtbar wohltuend war es für alle, dass präsentisch unterrichtet und geprüft wurde.

Ich denke darüber nach, dass vermutlich nicht nur die Examenskandidatinnen und -kandidaten noch dabei sind, ihre unterrichtlichen Handlungsmöglichkeiten im Klassenraum auszufeilen, da dies in der Ausbildungszeit nur kurze Zeit möglich gewesen ist. Mir fällt persönlich bei analogen Veranstaltungen aller Art auf, dass manches, was vor Pandemiebeginn selbstverständlich gewesen ist, sich nach vielen digitalen Begegnungen erst wieder neu bewusst gemacht werden und geübt werden muss, um sich dann neu zu entfalten.

Dankbar bin ich für das Erlebte und die freundliche Aufnahme in allen Schulen und Kommissionen. Dankbar auch dafür, dass ich mir weiterhin Zeit nehmen konnte für Spaziergänge: In der Frühe manchmal bereits im Nebel, spätnachmittags in der Abendsonne oder unter dem Regenbogen.

Angesichts des Erntedankfestes ist es naheliegend innezuhalten und zu überlegen, worauf die Einzelne dankbar zurückschauen kann. Gehört habe ich in unseren Begegnungen von Dankbarkeit darüber,

  • dass Sie gesund geblieben sind,
  • dass alle Ihre Lieben geimpft sind,
  • dass Sie die Schülerinnen und Schüler wieder in der Schule unterrichten dürfen,
  • dass Sie sich insgesamt bewahrt fühlen.

Und Sie, können Sie auch dankbar auf etwas schauen? Ich wünsche es Ihnen sehr, denn aus dem Danken können Hoffnung und Mut erwachsen.

Dies ist mein letzter Gruß als Schulreferent an Sie, da ich zum 01. Dezember in den Ruhestand gehe. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle bei Ihnen bedanken für ein Jahrzehnt guter Zusammenarbeit, für Ihren Zuspruch und Ihre konstruktive Kritik, für den lebendigen Austausch, für Ihre Offenheit und Herzlichkeit. All das hat meine Fortbildungs- und Beratungsarbeit der vergangenen Jahre für mich oftmals zu besonderen, persönlichen Begegnungen gemacht.

Bleiben Sie behütet!

Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen - für das Team des Schulreferates

Ihr Jan Christofzik

 

Ein fröhliches Herz macht ein fröhliches Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, entfällt auch der Mut. 
Sprüche 15,13