Monatsgruß im April

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
konnten auch Sie die Osterferien nutzen, sich zu erholen und Kraft zu sammeln? Sie brauchen sie doch so dringend, um die herausfordernde Situation, die ständig neuen Strategien zur Eindämmung der Pandemie im schulischen Kontext, überhaupt mit angehen zu können. „Testen, testen, testen“ – hieß es noch vor Ostern - davon allein bleiben wir aber leider nicht gesund.
Sie werden persönlich dringend gebraucht, um mit den Schülerinnen und Schülern ob in Distanz oder analog als Erwachsene im Gespräch zu sein. – Viele Schüler und Schülerinnen haben sich gefreut, Sie jetzt nach den Osterferien wieder zu sehen. Im Religions- und Philosophieunterricht ist ein bzw. der Ort über die wichtigen Fragen zu sprechen, die den Kindern und Jugendlichen auf den Nägeln brennen bzw. auf dem Herzen liegen. Ich denke übrigens, dass die Kollegen und Kolleginnen aller Fächer sich dazu Zeit nehmen sollten, wenn Beratungsbedarf besteht. Von vielen weiß ich, dass sie das auch tun. Kontakt und Gespräch mit den Schülern und Schülerinnen sind ein wesentlicher Teil, der zur Gesundheit aller beiträgt.
Ich habe in den Ferien viel Zeit in der Natur verbracht und mit Muße täglich neu ein Schauspiel beobachtet, das mich fasziniert hat. Auf den Blättern der Lupinen entdeckte ich ‚große‘ Wasserperlen. Sie hielten in der Mitte, aber trotz der Abstände der Blätter auch über diese hinaus, die Spannung.  Die Formen dieser Perlen waren vielfältig. ‚Kleinere‘ Perlen hingen zahlreich an winzigen Härchen.  Die Sonne brach sich in ihnen allen und das ergab ein wunderbares Leuchten auf den Blättern. Wenn ich ein Schöpfungstagebuch hätte anfertigen sollen, wie ich es von einem 5. Schuljahr hörte, würde ich jetzt diese Beobachtung aufnehmen. (Dass dies der Lotuseffekt ist, habe ich später erkundet. s.u.) „HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Ps. 104,24
Diese kleine, für mich aber großartige Beobachtung, hat mich neu geerdet, macht mir Mut und spendet mir Kraft. „Lobe den HERRN meine Seele! Halleluja!“ ebd. 35b
Gerne sind wir hoffnungsvoll mit Ihnen auf dem Weg durch die nächsten Schulwochen.
Mit einem herzlichen Gruß aus dem Schulreferat
für das Team
Ihr
Jan Christofzik    

 

 

Grund für Wasserperlen: Lotuseffekt
Der Name "Lotuseffekt" leitet sich von der Lotus Pflanze ab, ist jedoch auch bei vielen anderen Pflanzen wie Kapuzinerkresse, Weißkohl, Schilfrohr und auch bei Lupinen zu finden. Der Effekt beschreibt die Eigenschaft, sich selbst zu reinigen. Dies gelingt durch kleine Wachskristalle auf der Blattoberfläche, die dem Blatt eine raue genoppte Struktur verleiht. Diese kleinen Noppen bewirken, dass Schmutzpartikel und Wasser nur wenig Kontaktstellen haben und sich daher nicht anheften können. Die Wassertröpfchen kugeln ab und "nehmen" dabei Schmutzpartikel mit. Der "Schmutzschutz" dient vor allem dazu, die Pflanzen vor Mikroorganismen, Keimen und Krankheitserregern zu schützen. Der Lotuseffekt ist auch in der Bionik von großer Bedeutung und ist z.B. Grundlage für die Funktionsweise von abperlenden Farben, Lacken und Fenstern.
(vgl. Quelle: www.biologie-seite.de/Biologie/Lotuseffekt)